Studiert und trotzdem arm? Warum aus Studierten die Schafe der Gesellschaft werden

von webtiger am 22. Mai 2013

Wie bitte? Studiert, arm und ein Schaf? Habe ich da gerade richtig gehört, fragt sich jetzt vielleicht der intelligente Leser. Darf ich mich vorstellen, mein Name ist Julian und ich sehe die Welt mit neuen Augen. Auf einmal sehe ich klar, sehr klar. Ob es wohl daran liegt, dass ich mich seit mehr als einer Woche gesund ernähre? 80% Rohkost, der Verzicht auf Kaffee und nur 5 Stunden Schlaf haben mir vielleicht den Verstand geraubt.

Oder sind es die neuen Freunde, die mir die Augen geöffnet haben? Auf der einen Seite bin ich Studierter, von Haus aus Grübler, Nachdenker und Theoretiker. Auf der anderen Seite sehne ich mich danach Praktiker, Macher und Action-Taker zu sein. Moment mal, bedeuten die beiden Wörter nicht ein und dasselbe? Ja stimmt, sagen wir einfach doppelt hält besser. Doch wie komme ich – der so gerne liest und sich mit Abstraktem beschäftigt – dazu mir so etwas zu wünschen?

Gegenfrage: wer hat den ganzen Spaß auf dieser Welt: die Angepassten, braven und Lieben oder die Draufgänger, Macher und Querdenker?

Während ich diese Zeilen schreibe höre ich eine kleine Stimme im Ohr, die singt: “Ich hab, ich hab, ich hab, ich hab Style und das Geld, ich hab all’ das was den F*tzen so gefällt. -Yeha!” – Was habe ich während meines Studiums gelernt? Theorie und sonst nur wenig was mir heute wirklich weiterhilft.

Vor allem habe ich im Studium eins gelernt: mich anzupassen und zu denken wie die anderen auch. Das eigene Umfeld prägt – und zwar wissenschaftlich nachgewiesen – gewaltig. So heißt es zum Beispiel auch, dass man selbst soviel Geld verdient, wie der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen man am meisten Zeit verbringt.

Doch wieviele Studierte gibt es, die nach ihrem Studium wenig oder kein Geld haben? Viele. Und wieviele davon gehen einer Arbeit nach, die weder ihren Talenten oder ihren natürlichen Leidenschaften entspricht? Ebenfalls gefühlte 70%.

Meine Augen werden langsam schwer… deswegen bringe ich diesen Artikel jetzt zu Ende. Wer sich durch diese Zeilen angesprochen fühlt, dem empfehle ich die Lektüre von Hermann Scherers Bestseller “Glückskinder”.

Ich wünsche jedem, der das hier liest, eine gute Nacht!

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